Wer kennt es nicht? Man hat einen wunderschönen Stoff gekauft, ein perfektes Schnittmuster gefunden und freut sich sich endlich ein schönes Kleidungsstück zu nähen – und dann passiert es: das Projekt stellt sich als Albtraum heraus.

Heute wollte ich mit euch reden, was man in diesem Fall noch machen kann und was mir hilft, das miese Gefühl, Materialien verschwendet zu haben zu überwinden.

Und schon zu Beginn meine Frage – was ist dein #projectregret?

COLLAGE1

 

Es ist ein ständiges Dilemma – egal beim Nähen, Basteln oder sonstigen DIY-Projekten – soll ich oder soll ich nicht? Der Perfektionismus hat bestimmt schon den einen oder anderen abgehalten, ein Projekt überhaupt zu starten. Doch auch wenn man schon begonnen hat, wird man oft von Fehlern nicht verschont.

Mein jüngstes Beispiel ist diese Baker-Boy Mütze, die ein weniger erfolgreicher Versuch war eine alte Jeans zu recyclen. Das Problem war leider das Schnittmuster – welches für Kinder gedacht war. Nun, da mein Kopf allerdings nicht so klein ist, passt die Mütze absolut nicht und es gibt auch keine Möglichkeit, dass Projekt zu retten. Doch nicht alle Projekte müssen sofort aufgegeben werden – mit diesen Tipps ist es möglich, Fehler zu vermeiden und zu karschieren:

 

COLLAGE2

1. Nicht so hart mit sich selber sein

Es klingt leichter als es ist – aber auch ich muss mich immer wieder ermahnen, nicht so hart mit mich selber zu sein. Fehler passieren, Projekte misslingen – aber nur durch Übung ist eine Verbesserung möglich und das Risiko für Fehler nimmt mit jedem Projekt und jeder Erfahrung immer mehr ab.

2. Mit einfacheren Projekten starten

Ich weiß, ich weiß… die Versuchung ist sehr hoch zu Beginn gleich mit einem wunderschönen Blazer oder ähnlichen zu starten. Allerdings sind solche Pläne leider zum Scheitern verurteilt – bei Anfängern fehlt leider sie Erfahrung und oft auch das Equipment (über das wir reden werden!) um solche Stücke erfolgreich umzusetzen.  Deswegen empfehle ich vor allem zu Beginn leichte Schnitte und einfachere Projekte zu wählen

3. Leichter verarbeitbare Stoffe und Materialien wählen

Ähnlich wichtig wie die Schwierigkeit des Projekt ist die Wahl des richtigen Materials. Sehr dünne Stoffe wie Seide oder Chiffon können sehr knifflig zu verarbeiten sein, ebenso wie extrem elastische Jersey-Stoffe. Nichts ist so frustrierend, als sich über rutschenden Stoff zu ärgern und zusammenrollende Jersey-Stoffe ständig bügeln zu müssen.

Auch bei besonderen Materialien wie Leder, Kunstleder oder beschichteten Stoffen ist Vorsicht geboten – sobald man einmal über diese genäht hat, sind im Stoff kleine Löcher, die auffallen, wenn man versucht Nähte aufzulösen und eventuelle Fehler zu verbessern.

Ich empfehle am Anfang leicht verarbeitbare Stoffen mit wenig Elastizität zu wählen wie Leinen, Baumwolle oder Viskose.

4. Probleme analysieren und Fehler beheben

Viele Fehler kehren immer wieder – hier ist der Vorteil, dass sie sehr gut analysiert und behoben werden können. Die meisten Fehler werden durch falsche Fadenspannung, die Verwendung von schlechten Garn, ungeeignete Nadeln und Nähfüßchen oder zu schnelle Nähgeschwindigkeit begünstigt. Bringt man diese Faktoren in Ordnung, können die meisten Mängel behoben werden.

Bei der Benutzung von Schnittmustern aus dem Internet muss auf vertraute und gute Quellen geachtet werden. In der Regel sind Nähmagazine sehr und viele Blogger sehr zuverlässig – doch auch die sind nur Menschen und können nicht für das 100%ige Fehlerfreiheit garantieren. Manchmal kann es also empfehlenswert sein, Rezensionen und Feedback zu dem Wunschprojekt zu suchen und sich über die Erfahrungen anderer zu informieren.

5. Besseres Equipment in Erwägung ziehen

Gut, nicht jeder von uns ist Anfänger und macht einen Haufen Fehler bei jedem Projekt. Doch auch erfahrenen NäherInnen sind mit dem Ergebnis nicht immer zufrieden, was allerdings oft nicht mehr mit der Person oder dem Material zu tun hat, sondern mit dem Equipment. Frust über das Equipment kann die ganze Freude am Basteln zerstören und gutes Equipment muss nicht immer ein Vermögen kosten – es ist möglich Nähmaschinen, Overlock-Maschinen oder sonstiges günstig gebraucht zu kaufen. Für all jene, die gerne mit elastischen Stoffen arbeiten, kann eine Overlock- oder Coverlockmaschine sehr hilfreich zum versäubern sein. Andere können von Maschinen mit Stickfuktion oder vielen Zierstichen profiteren – je nach den persönlichen Ansprüchen und Zielen.

 

Ich hoffe euch ein wenig helfen zu können mit meinen Post zum Thema #projectregret und würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen! Welches Projekt habt ich bereut? Was sind eure Tipps und Tricks und das Nähergebnis angenehmer und einfacher zu machen?

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche und einen schönen Start in den März.

Advertisements

2 Antworten auf „#projectregret – Wenn nichts klappt, wie es klappen soll…

  1. Hi Maria!

    Super Beitrag! Ich starte gerne neue Nähprojekte, auch wenn es auf den ersten Blick zu schwer erscheint. Nur Mut! Und wenn es mal nicht so gut klappt, lege ich es bei Seite. Denke nach und grummel 😅 und setze mich an einem mutigeren Nähtag wieder ran 🤗😃 Schön, dass du auch auf Instagram bist!

    Liebe Grüße Betty

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s